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Gründungsjahr
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Jahresproduktion in Liter
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Wash Stills
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Spirit Stills
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Wash Backs
Offizielle Website

Lindores Abbey

Die Lindores Abbey Destillerie wurde im Jahre 2016 gegründet und ging Mitte Dezember 2017 in Betrieb. Doch der Schein trügt. Steht die Brennerei auf einem der geschichtsträchtigsten Ländereien eines ehemaligen Klosters, die nicht nur die Whisky-Geschichte geprägt hat.

Spezielles:

  • steht auf historischem Boden
  • stellen einen Aqua Vitae her, der in etwa so im Mittelalter hergestellt wurde
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Detailinformationen zur Destillerie

Die Brennerei Lindores Abbey ist zwar sehr jung und produziert auch erst seit dem 13. Dezember 2017 Whisky. Doch gleich daneben befinden sich die alten Überreste der Abtei mit dem gleichen Namen. Der Ort ist sehr geschichtsträchtig, denn eine Schriftrolle aus dem Jahre 1494 ist der älteste Beweis für die Herstellung von Whisky. Der Schatzmeister des König James IV. gab dem Bruder John Cor den Auftrag, dass aus 8 Ballen Malz aqua vitae für den König gemacht werden sollen.

Im Jahre 2018 wurde der Platz gefunden, wo die alte Brennblase gestanden haben muss. Sie befindet sich direkt neben dem heutigen Stillhouse. Viele der heutigen Besucher kommen zur Abbey und damit auch zur Brennerei, um sich die alten geschichtlichen Fakten anzusehen und weniger wegen des Whiskys. Die Abtei wurde bereits im Jahre 1191 gegründet und wurde im 16. Jahrhundert zweimal hintereinander von Reformatoren überfallen. Ein Jahrhundert später wurde sie grösstenteils abgebaut und und die Steine als Baumaterial im nahe gelegenen Ort Newburgh wiederverwendet.

Im Jahre 1913 kaufte der Grossvater des heutigen Gründers der neuen Brennerei die Farm, sowie die Ruinen der Abtei. Mit ihr waren sie auch verpflichtet, dem Erbe der Abtei Sorge zu tragen. Sie kauften quasi den Titel „Custodian of Lindores“ und waren somit die Verwahrer von Lindores. Der Titel geht immer weiter auf die nächste Generation. Heute ist Drew McKenzie Smith der Verwahrer von Lindores und zusammen mit seiner Frau Helen kam die Idee auf wieder eine Brennerei auf dem geschichtsträchtigen Gelände des ehemaligen Klosters aufzubauen. Wenn nicht hier, wo dann?

Doch es sollte noch mehr als zwei Jahrzehnte dauern, bis im Juli 2016 mit dem Baubeginn gestartet werden konnte. Man war sich der Verantwortung bewusst und plante alles sehr sorgfältig. Das Besucherzentrum bringt die Welt der ehemaligen Abtei und des Whiskys auf gute Weise zusammen. Ein angedeuteter Kreuzgang dokumentiert auf unterhaltsame Weise die Geschichte des Klosters, bevor man zu den heiligen Produktionshallen der Whiskyherstellung gelangt.

Am 13. Dezember 2017 konnte der erste New Make Whisky abgefüllt werden. Die Gerste stammt von Bauern aus der Umgebung. Sie wird mit einer modernen Alan-Ruddock-Mühle gemahlen. Die Mash Tun besitzt einen Kupferdeckel und die vier Washbacks sind aus Douglas-Fichte. Man nimmt sich hier sehr viel Zeit bei der Produktion, denn zwei der vier Gärbottiche fermentieren bis zu 96 Stunden. Die anderen beiden brauchen für die Fermentation 72 Stunden. Auch bei den Brennblasen nimmt man sich viel Zeit. Obwohl es insgesamt drei Brennblasen hat, wird nicht dreifach destilliert, wie das in den Lowlands oft der Fall war. Die beiden Spirit Stills destillieren sehr langsam, um einen intensiven Kontakt mit dem Kupfer zu ermöglichen. Darum braucht es zwei Spirit Stills.

Fast alles, nämlich 95% wird für die Herstellung von Single Malt Whisky verwendet. Die restlichen 5% werden für den aqua vitae verwendet, der mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen angereichert wird, die ein Apotheker auf dem Gebiet des ehemaligen Klosters eingesammelt hat. Im Mittelalter kannte man die Reifung in Fässern noch nicht und hat daher den New Make mit Essenzen versehen, um Geschmack in das Getränk zu bringen. Man hat das Getränk jung genossen.

Wann der erste Single Malt Whisky auf dem Markt kommen wird, ist zurzeit noch unklar. Man plant aber, dass es zehn oder mehr Jahre dauern könnte. Man kann übrigens als Privatperson dort Fässer kaufen und hat sogar die Möglichkeit aus verschiedenen Fässern auswählen zu können.

BeschreibungTechnischer Wert
Jahresproduktion200’000 Liter
Mash Tun1 Stück, Edelstahl mit einem Kupferdeckel
Washbacks4 Stück, aus Douglas-Fichte
Wash Stills1 Stück
Spirit Stills2 Stück
GetreideGerste (Concerto)

Besucherzentrum:

Es gibt ein Besucherzentrum mit einem kleinen Café und einer separaten Bar.

Es ist aber sinnvoll sich vorher anzumelden. Afternoon Tea soll sehr toll sein, muss aber vorher angemeldet werden.
Besuchen Sie daher bitte vorher die Website, um einen Besuchstermin zu vereinbaren.

Tel: +44-1337-842547